Lossprechung Sommer 2026
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Viel Applaus, stolze Absolventen und strahlende Gesichter: Die Lossprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft Coesfeld in der Fabrik bot den festlichen Rahmen für einen besonderen Meilenstein im Leben von 112 jungen Handwerkerinnen und Handwerkern. Gemeinsam mit Eltern, Freunden, Ausbildern sowie zahlreichen Gästen aus Handwerk, Wirtschaft und Politik feierten sie den erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung.
Dass sich die Anstrengungen der vergangenen Jahre gelohnt haben, zeigen auch die Zahlen: Von insgesamt 124 Prüflingen bestanden 112 ihre Gesellenprüfung. Mit einer Bestehensquote von 90,32 Prozent liegt das Ergebnis deutlich über dem Vorjahreswert.
Heribert Roters, stellvertretender Kreishandwerksmeister, begrüßte die Gäste und gratulierte den Nachwuchskräften herzlich. Er machte deutlich, dass sie mit ihrem Gesellenbrief weit mehr als einen Abschluss in den Händen hielten: „Sie haben sich mit Fleiß, Können und Ausdauer eine hervorragende Grundlage für Ihr Berufsleben erarbeitet. Das Handwerk eröffnet Ihnen heute Möglichkeiten, von denen viele andere Branchen nur träumen können. Nutzen Sie diese Chancen.“
Ulrich Müller, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Coesfeld, gratulierte für die Kreishandwerkerschaft und die Innungen und dankte den Mitgliedern der Prüfungsausschüsse für ihre hervorragende Arbeit. Er lobte die Zusammenarbeit von Innungen, Kreishandwerkerschaft und Berufskollegs. Anschließend warf Müller einen Blick auf die Zukunftsperspektiven der neuen Fachkräfte. Die aktuelle Auswertung der Ausbildungsberatung der Kreishandwerkerschaft zeigt ein erfreuliches Bild: Rund 78 Prozent der neuen Gesellinnen und Gesellen bleiben dem Handwerk erhalten und setzen ihren beruflichen Weg in der Branche fort. Jeweils sechs Prozent entscheiden sich für ein Studium beziehungsweise einen weiteren Schulbesuch oder sind derzeit auf Arbeitssuche.
„Wer sich heute für das Handwerk entscheidet, entscheidet sich für einen Beruf mit Zukunft.
Unsere Absolventinnen und Absolventen werden überall gebraucht – und sie haben beste Chancen, ihren eigenen Weg erfolgreich zu gestalten“, betonte Müller.
Besonders persönlich wurde der Abend bei einer Talkrunde mit drei jungen Handwerkerinnen und Handwerkern. Josepha Volle, Steinmetzin aus Lüdinghausen, Pia Ameling, Dachdeckerin bei der Firma Ueding in Billerbeck, und Levin Rickert, Maurer, berichteten offen von ihrem Weg ins Handwerk, ihren Erfahrungen während der Ausbildung und ihren Zukunftsplänen.
Für einen der unterhaltsamsten Momente des Abends sorgte Josepha Volle mit einer Anekdote aus ihrem Arbeitsalltag. Auf die Frage, was sie an ihrem Beruf besonders möge, antwortete sie schmunzelnd: „Wenn ich mit der Flex arbeite, singe ich eigentlich immer mit. Das hört zum Glück niemand – die Flex ist laut genug.“
Auch Pia Ameling und Levin Rickert machten deutlich, warum sie sich für das Handwerk entschieden haben: weil sie jeden Tag sehen, was sie mit den eigenen Händen schaffen. Genau diese Begeisterung war auf der Bühne spürbar und übertrug sich auf das Publikum.
Die Lossprechungsfeier machte damit weit mehr als den erfolgreichen Ausbildungsabschluss sichtbar. Sie zeigte eindrucksvoll, dass das Handwerk jungen Menschen ausgezeichnete Zukunftsperspektiven bietet – und dass die Region sich auf engagierte Fachkräfte verlassen kann, die ihre Zukunft nun selbst in die Hand nehmen.
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